Foto: Andreas Hüser / Ostfriesische Landschaft

Dr. Ingo Eichfeld neuer Kreisarchäologe in Gifhorn

Seit Jahresbeginn 2017 ist Dr. Ingo Eichfeld als neuer Kreisarchäologe für den Landkreis Gifhorn aktiv. Er übernimmt damit die Aufgaben von Dr. Andreas Wallbrecht, der im Oktober 2015 nach Remscheid wechselte. Da Ingo Eichfeld als neuer Stelleninhaber direkt dem Fachbereich Bauwesen zugeordnet ist, ist er bei allen flächenwirksamen Planungen und Bauanträgen frühzeitig einbezogen, was schnelle Entscheidungen und ein Plus an Planungssicherheit bedeutet.

Ingo Eichfeld studierte Vor- und frühgeschichtliche Archäologie, Klassische Archäologie und Historische Geographie an den Universitäten Bonn, Köln und Lampeter (Wales). Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegen im Bereich der Siedlungs- und Landschaftsarchäologie, der Historischen Geographie Nordwestdeutschlands sowie der Geographischen Informationssysteme. Nach seinem Magister im Jahr 2005 über die vorgeschichtlich-eisenzeitliche Besiedlung im Landkreis Rotenburg (Wümme) war er zunächst an der Universität Bonn, später dann in der Abteilung Fachdienste / Öffentlichkeitsarbeit am Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege in Bonn beschäftigt. Nach 2008 zog es ihn als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung (NIhK) nach Wilhelmshaven, wo er an der Beantragung und Durchführung verschiedener Projekte mitwirkte. Zudem engagiert er sich als Lehrbeauftragter am Bereich Alte Geschichte der Universität Oldenburg. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit am NIhK lag zuletzt in der Leitung archäologischer Prospektionen und Ausgrabungen im Rahmen des DFG-geförderten „Nordseehäfenprojekts“ zu den früh- und hochmittelalterlichen Handelssiedlungen des deutschen Nordseeküstengebiets.

Parallel zu seiner Projekttätigkeit widmete sich der gebürtige Cloppenburger der Analyse der römisch-kaiserzeitlichen und völkerwanderungszeitlichen Siedlung von Mahlstedt im Landkreis Oldenburg. Das Ergebnis dieser Arbeit wurde 2012 an der Universität Bonn als Dissertation eingereicht und 2014 in der SLSN-Reihe des NIhK publiziert.