Foto: Andreas Hüser / Ostfriesische Landschaft

Fines imperii – imperium sine fine? Römische Okkupations- und Grenzpolitik im frühen Prinzipat.

Internationaler Kongress 14.–18. September 2009. Veranstalter: Universität Osnabrück, Alte Geschichte/Archäologie der Römischen Provinzen. Veranstaltungsort: Aula im Schloß, Universität Osnabrück. Kongressgebühr 40,00 €. Anmeldung und weitere Informationen: www.kongress-2009.uos.de

Im Kontext der 2000-jährigen Wiederkehr der Varusschlacht im Jahr 2009 und der damit verbundenen Ausstellungen „Imperium – Konflikt – Mythos" in Haltern am See, Kalkriese und Detmold veranstaltet die Universität Osnabrück vom 14. bis 18. September 2009 einen internationalen Kongress. Er setzt sich zum Ziel, grundlegende Aspekte römischer Grenz- und Okkupationspolitik im frühem Prinzipat durch einen reichsweiten Vergleich herauszuarbeiten, um auf diese Weise den Blick für die generellen wie regionalen Voraussetzungen zu schärfen und andererseits Prozesse und Veränderungen im Verlauf von fast 150 Jahren besser zu verstehen. Zugleich soll die Bedeutung von ideologischen Prämissen für das konkrete Vorgehen hinterfragt werden. Hierfür steht die programmatische Formulierung: „Fines imperii – imperium sine fine?" als Leitthema des Kongresses, womit das Spannungsverhältnis zwischen Realpolitik und Ideologie auf den (antiken) Nenner gebracht werden soll. Der Untertitel und auch die etwas populärere Fassung des Kongressthemas: „Rom – Imperium zwischen Widerstand und Intergration" zeigen an, dass es dabei nicht allein und zuvorderst um militärische Konfrontation (en) gehen kann. Der Schwerpunkt liegt eher auf der zivilen Erschließung, der Integration der Provinzbevölkerung in übergeordnete Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen auf Provinz- und Reichsebene, auf Aspekten der Ethnogenese und kulturellen Akkulturation, auf der Rolle ideologischer Herrschaftssicherung in der frühem Kaiserzeit: Wie wichtig sind beispielsweise Urbanisierung, Kaiserkult, wirtschaftlicher Wohlstand, Bildungsideale und pax Romana, um die Bevölkerung des Römischen Reiches zur Integration zu motivieren. Kann eine neue römische Identität entstehen?