Foto: Andreas Hüser / Ostfriesische Landschaft

Dr. Stefan Hesse erhält 11. Eduard-Anthes Preis 

Am 9. März 2006 wurde in einem Festakt der 11. Eduard-Anthes Preis für Archäologie an den Rotenburger Kreisarchäologen Dr. Stefan Hesse in Darmstadt verliehen. Der nach dem Denkmalpfleger Eduard Anthes (1859‑1922) benannte Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Arbeiten zur Archäologie des Mittelgebirgsraumes ausgeschrieben.

Eine unabhängige Findungskommission hat den renommierten Wissenschaftspreis einstimmig dem Rotenburger Kreisarchäologen Dr. Stefan Hesse für seine Dissertation „Die mittelalterliche Siedlung Vriemeensen im Rahmen der südniedersächsischen Wüstungsforschung unter besonderer Berücksichtigung der Problematik von Kleinadelssitze“ verliehen. In der Ansprache zur Preisverleihung hob Dr. Holger Göldner (Hessisches Landesamt für Denkmalpflege) hervor, dass erstmalig ein Kreisarchäologe mit diesem Preis ausgezeichnet wurde. Dies ist ein deutlicher Hinweis, dass auch in den kommunalen Dienststellen hervorragende wissenschaftliche Forschung stattfindet. Ebenso betonte er die Leistungsfähigkeit des „Niedersächsischen Modells“ mit zahlreichen Kommunalarchäologen. In der folgenden Ansprache hob Staatssekretär Prof. Joachim-Felix Leonhard (Ministerium für Wissenschaft und Kunst) hervor, dass Dr. Hesse mit seinem Ansatz, Archäologie und Bauforschung zu verbinden, neue Erkenntnisse zum Verständnis der mittelalterlichen Gesellschaft im ländlichen Raum gewonnen habe. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde anschließend durch Dr. Göldner und Prof. Leonhard überreicht. Die folgende Laudatio verfasste Prof. Hans-Georg Stephan (Universität Halle/Saale), der die neuen Ergebnisse und Forschungsansätze der Arbeit betonte. Neben zahlreichen Gästen war auch der erste Preisträger des Eduard-Anthes Preises (1985), Prof. Egon Schallmeyer, anwesend, der heute als Landesarchäologe des Bundeslandes Hessen tätig ist.