Foto: Andreas Hüser / Ostfriesische Landschaft

ArchäologieLandNiedersachsen

25 Jahre Denkmalschutzgesetz – 400 000 Jahre Geschichte

Eine Ausstellung des Landesmuseums für Natur und Mensch Oldenburg in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege Hannover, 14. November 2004 – 27. März 2005, danach in Hannover und Braunschweig

Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg, Damm 38-44, 26135 Oldenburg, Tel.: 0441/9244-300, Fax: 0441/9244-399, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage: http://www.NaturundMensch.de

Am 1. April 1979 trat das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz in Kraft. Aus Anlaß des 25-jährigen Jubiläums dieses Ereignisses wird eine Ausstellung vorbereitet, in der eine Bilanz gezogen werden soll und die Ergebnisse der archäologischen Denkmalpflege einem weit gefächerten Publikum vermittelt werden. Die Geschichte im Gebiet des heutigen Niedersachsens von den Anfängen bis in die Gegenwart hinein wird als interdisziplinäre Zusammenschau visualisiert. Das Leitmotto lautet: „Archäologische Befunde und Funde als Geschichtsquellen“. Eng verzahnt damit, werden die Belange der archäologischen Denkmalpflege, die fortschreitende Denkmalzerstörung und die daraus resultierenden Herausforderungen für einen nachhaltigen Denkmalschutz in die Betrachtungen einbezogen.

Die Lebensformen und -bedingungen des Menschen stehen und standen stets in engster Beziehung zu seiner Umwelt. Die klimatischen Verhältnisse, die Bodenqualität, der Wasserhaushalt, die Pflanzen- und Tierwelt, aber auch etwaige Rohstoffvorkommen und deren Nutzung wirken sich auf die Lebensumstände des Menschen aus und bilden größtenteils seine Lebensgrundlage. Umgekehrt reagiert der Mensch auf seine Umwelt und verändert sie. Die Landschaften bilden dementsprechend den roten Faden in der Ausstellung. Mit seinem Querschnitt vom Wattenmeer bis ins Gebirge bietet sich wie nirgendwo sonst eine Vielschichtigkeit in der Naturlandschaft, und damit verbunden in der Kulturlandschaft, an.

Niedersachsen gliedert sich in sechs Naturräume, die dementsprechend die Schaubereiche der Ausstellung bestimmen. Neben den Harz (Mittelgebirge) treten das Berg- und Hügelland (Mittelgebirgsschwelle), das Bergvorland mit der Lößzone, die Geest, die Moore sowie das in Inseln, Watten und Marschen gegliederte Küstenland. Übergreifend und losgelöst von der landschaftlichen Gliederung werden mittelalterliche Burgen, die Stadtarchäologie, Kirchen und Klöster sowie die Archäologie der Neuzeit präsentiert.

Zur Ausstellung erscheinen eine umfangreiche Begleitschrift, ein Kurzführer durch die Ausstellung und ein auf Kinder zugeschnittenes Heft, das die museumspädagogische Begleitung unterstützt.