Foto: Andreas Hüser / Ostfriesische Landschaft

Glaskultur in Niedersachsen

Tafelgeschirr und Haushaltsglas vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit

Jever, Schloßmuseum (18. Juli bis 12. September 2004)

Schloßmuseum Jever, Postfach 1135, 26435 Jever, Tel.: 04461/96935-0, Fax: 04461/96935-99, Homepage: www.schlossmuseum.de, Di.–So. 10‑18 Uhr (Juli und August auch montags)

Göttingen, Stadtmuseum (7. Oktober bis 7. November 2004)

Städtisches Museum Göttingen, Ritterplan 7/8, 37073 Göttingen, Tel. 0551- 400-2843/-2845, Homepage: www.goettingen.de/kultur/museum/, Di.– Fr. 10‑17 Uhr, Sa u. So 11‑17 Uhr.

Celle, Bomann-Museum (6. Februar bis 1. Mai 2005)

Bomann-Museum Celle, Schloßplatz 7, 29221 Celle, Tel. 05141-12534, Fax. 05141-12535, Homepage: www.bomann-museum.de, Di.‑So. 10‑17 Uhr

Die Wanderausstellung „Glaskultur in Niedersachsen“ hat zum Ziel, anhand von gut 200 Exponaten einen umfassenden Einblick in die Glasgeschichte des nordwestlichsten Bundeslandes zu geben. Das Projekt entstand auf Initiative der Stadtarchäologie Lüneburg. Der zeitliche Rahmen der Ausstellung erstreckt sich von etwa 400 bis 1800; er beginnt mit frühfränkischen Importen, wirft ein Licht auf die mittelalterliche und neuzeitliche Glasherstellung im südlichen Niedersachsen, stellt gläserne Highlights des 16./17. Jahrhunderts vor und endet bei den norddeutschen, insbesondere niedersächsischen Glasprodukten der Neuzeit.

Das Schwergewicht der Ausstellungsobjekte liegt auf dem stilistischen und funktionalen Spektrum der Lüneburger Glasgefäße das 15. bis 18. Jahrhunderts mit ihrer außergewöhnlichen Formen-, Farb- und Dekorvielfalt. Neben relativ schlichten Produkten aus deutschen Waldglashütten sind ebenso Glasgefäße einer gehobenen Tisch- und Trinkkultur einheimischer wie ausländischer Provenienzen im Verlauf von Ausgrabungen geborgen worden. Den luxuriösen Trink- und Tischgeschirrgefäßen des 16. und 17. Jahrhunderts aus farblosem, farbigem und emailbemaltem Glas kommt eine herausragende Stellung zu, wobei die Produkte aus Glashütten, die in den südlichen Niederlanden und in Antwerpen à la façon de Venise gearbeitet haben, besonders bemerkenswert sind. Hinweise auf einen gehobenen Lebensstil liefern weiterhin Glasgefäße, die weniger funktionalen, sondern eher dekorativen und repräsentativen Zwecken auf der Tafel dienten. Dazu gehören Scherzgläser und Zierflaschen wie auch Schalen, die durch ihre Farbigkeit eine Ergänzung zu den Trinkgläsern bilden. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Schauen sie auch ins Internet unter www.glaskultur-niedersachsen.de.